Inhalt:
Der Blutdurst der Braut ist noch nicht gestillt. Nun stehen noch drei weitere Namen auf der Todesliste der Braut: Bills heruntergekommener
Bruder Budd und ihre ewige Rivalin Elle Driver müssen beseitigt werden, bevor sie sich Bill in dessen Unterschlupf in Mexiko vornehmen kann.
Auf dem dornigen Weg wartet so manche Überraschung auf die Rächerin ... und die schockierende Erkenntnis, dass ihre Tochter am Leben ist und
von Bill großgezogen wird ...
Zum Film:
In dem Film stößt Uma Thurmans Rachefeldzug an ihr logisches Ende. Dieses epische Melodram ist kunstvolle Hommage und popkultureller Diskurs.
Mit einem Wort: ein Meisterwerk. Einen Eindruck von einem Film zu vermitteln, ist leider und viel zu häufig gleichbedeutend mit einer kurzen
Zusammenfassung des Plots, der Handlung also. Obwohl man einem solchen Werk damit nicht beikommt, ganz im Gegenteil, ihm sogar Unrecht tut,
soll an dieser Stelle der Konvention entsprochen werden.
Die Geschichte ist erneut in Kapiteln erzählt, die sich der Chronologie der Ereignisse nicht verpflichtet fühlen. Es geht natürlich wieder
um die von Uma Thurman gespielte "Braut", die ihren Rachefeldzug gegen die einstigen Kollegen, eine skrupellose Killerbande, aus dem
ersten Teil fortsetzt. Im Gegensatz zu ihr wissen wir jedoch seit dem Ende des ersten Teils, dass ihre vierjährige Tochter noch am Leben
ist. Uma exekutiert sich also über Bills heruntergekommenen Bruder Budd (Michael Madsen) und Umas ewige Rivalin Elli Driver (Darryl Hannah)
durch den Film, bis sie endlich die titelgebende Bestimmung erfahren kann: Bill (David Carradine), Exliebhaber, Vater ihrer Tochter und
reueloses Scheusal, zu töten.
War bereits Kill Bill Vol.1 ein bemerkenswert stilsicheres Stück Kino und ohne Zweifel einer der stärksten Filme des Jahres 2003,
kann man hier Quentin Tarantinos episches Melodrama im Ganzen genießen. Kill Bill Vol.2 ist ein brillanter und ungemein erfrischender
Offenbarungseid. Tarantino trägt sein Herz offen zur Schau für das Genrekino der 70er-Jahre, das allzu lange zunächst in den Schmuddelkinos
der Bahnhofsgegenden, später in elitären Cineastenzirkeln sein Dasein fristete. Gemeint sind Spagetti-Western und Blaxploitation und vor
allem und zuallererst der Eastern- oder Martial-Arts-Film, bevorzugt Klassiker von King Hu etwa, die durch die Öffnung der Shaw-Brothers-Archive
auch einem größeren Publikum zugänglich sind.
Kill Bill Vol.2 bleibt dabei nicht nur Hommage, sondern ist gleichzeitig Zitatensammlung und Kommentar. Handwerklich meisterhaft wird so ganz
nebenbei und mit bewunderswerter Leichtigkeit ein Diskurs über das Kino und dessen popkulturelle Bedeutung angeregt. Der Film schafft dabei
etwas, was in der Regel misslingt: vom pubertierenden Teenager bis zum Kulturwissenschaftler wird keiner ausgegrenzt. Schlichtweg ein
Geniestreich. Unbedingt ansehen. -
Thomas Reuthebuch, Amazon
Hintergrundinformationen:
Wikipedia
Auszeichnungen:
David Carradine und Uma Thurman wurden im Jahr 2005 für den Golden Globe Award nominiert. David Carradine, Daryl Hannah und der Film als
Bester Actionfilm gewannen im Jahr 2005 den Saturn Award. Uma Thurman, Quentin Tarantino (sowohl als Regisseur wie auch als Drehbuchautor)
und Perla Haney-Jardine wurden für den Saturn Award nominiert.
Zu den vier Nominierungen für den Teen Choice Award im Jahr 2004 gehörten eine für Uma Thurman und eine für eine Kampfszene. Daryl Hannah
und Uma Thurman gewannen im Jahr 2005 für eine Kampfszene den MTV Movie Award. Uma Thurman und der Film als Bester Film wurden für den
gleichen Preis nominiert. David Carradine, Uma Thurman, Daryl Hannah und der Film als Bester Film wurden 2005 für den Golden Satellite Award nominiert.
Der Film gewann im Jahr 2005 den Taurus Award in zwei Kategorien und wurde in einer dritten für den gleichen Preis nominiert. Quentin Tarantino
wurde 2005 für die Zusammenstellung des Soundtracks für den Grammy Award nominiert. Sally Menke wurde 2005 für den American Cinema Editors Award
(Eddie) nominiert. Der Film wurde 2005 viermal für den britischen Empire Award nominiert, darunter als Bester Film, für die Regie von Quentin
Tarantino und für die Darstellung von Uma Thurman.
Wikipedia
